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Wie funktioniert die Rücknahme eines Autos?



Wenn Sie ein Auto auf Kredit kaufen, akzeptieren Sie das Risiko, dass das Fahrzeug gepfändet werden kann. In solchen Fällen zahlt der Käufer normalerweise beim Kauf einen Teil des Geldes und leiht sich den Rest von einem Gläubiger (normalerweise dem Autohändler oder einer Bank). Der Käufer unterzeichnet eine Vereinbarung, die dem Gläubiger das Recht einräumt, das Auto zurückzufordern, wenn die Zahlungen nicht geleistet werden.

Sofern die Vereinbarung keine Nachfrist für verspätete Zahlungen vorsieht, gilt eine verspätete Zahlung – auch wenn sie nur einen Tag beträgt – als „Verzug“. Wenn ein Käufer seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, kann der Gläubiger das Auto zurücknehmen. Der Gläubiger muss dem Käufer nicht mitteilen, dass er das Auto zurücknehmen will. Der Gläubiger darf das Auto auch ohne gerichtliche Genehmigung zurücknehmen, solange er nicht „den Frieden stört“. „Den Frieden stören“ bedeutet, Handlungen vorzunehmen, die „wahrscheinlich zu Gewalt führen“. Wenn ein Gläubiger bei der Rücknahme eines Autos den Frieden stört, sollte der Käufer den Gläubiger auffordern, damit aufzuhören, und kann die Polizei rufen, wenn er sich weigert, der Aufforderung nachzukommen.

Auch wenn ein Gläubiger ein Auto legal zurücknehmen kann, müssen bestimmte Regeln befolgt werden. Erstens muss der Gläubiger dem Käufer innerhalb von fünf Werktagen nach der Übernahme des Autos einen Brief schicken. Der Brief muss erklären, warum das Auto zurückgenommen wurde und wie viel bezahlt werden muss, um es zurückzubekommen. Wenn der Gläubiger plant, das Auto zu verkaufen, muss er den Käufer mindestens zehn Tage vor dem Verkauf benachrichtigen. Die Benachrichtigung muss den Zeitpunkt und den Ort des Verkaufs enthalten. Wenn der Käufer bei der Übernahme persönliche Gegenstände im Auto hatte, muss ihm Zugang zum Auto gewährt werden, um die Gegenstände zurückzufordern. Gläubiger dürfen für den Zugang zum Auto eine „angemessene“ Gebühr verlangen.

Käufer können Zahlungsbedingungen aushandeln. Wenn ein Käufer damit rechnet, mit einer Zahlung in Verzug zu geraten, sollte er oder sie sofort mit dem Gläubiger sprechen. Einige Gläubiger stimmen möglicherweise einer verspäteten Zahlung zu. Wenn Käufer und Gläubiger eine Vereinbarung über eine verspätete Zahlung treffen, sollte der Käufer diese Vereinbarung schriftlich verlangen. Der Käufer sollte außerdem detaillierte Aufzeichnungen über jeden Kontakt mit dem Gläubiger führen.

Bei unrechtmäßigen Pfändungen kann Rechtshilfe möglicherweise helfen. Weitere Informationen erhalten Sie unter 1-888-817-3777.


Dieser Artikel wurde von Blair Mills verfasst und erschien im Newsletter „The Alert“ der Rechtshilfe, Band 35, Ausgabe 2, im Herbst 2019. Die vollständige Ausgabe finden Sie unter diesem Link: "The Alert" Band 35, Ausgabe 2

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